Über mich

Hallo, ich bin Betül Yavuz Tokgöz, Künstlerin mit Sitz in Köln.

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Hallo, ich bin Betül Yavuz Tokgöz, Künstlerin mit Sitz in Köln.

Die Gegenwart

Die Gegenwart

Beschreibung

Diese Arbeit zeigt zwei spiegelbildliche Schatten einer Frau, die scheinbar an einer Haltestelle wartet. An einem Pfosten hängt ihre Tasche, als hätte sie dort einen Moment innegehalten und einen Teil ihrer persönlichen Geschichte zurückgelassen. Die Oberfläche ist von netzartigen Strukturen und Mustern durchzogen, die an Zäune, Begrenzungen oder unsichtbare Barrieren erinnern. Im Vordergrund befinden sich zwei Hasen sowie Elemente aus Zweigen und Gestrüpp, die eine Umgebung zwischen Natur, Schutzraum und Fremdheit entstehen lassen. Die dargestellte Frau scheint sich in einer Zwischenwelt zu befinden: Wie an einem Strand liegend, mit Schlamm auf ihrem Körper und der Sonne ausgesetzt, verweilt sie in einem Zustand zwischen Ankommen und Weitergehen. Ihr Gesicht bleibt verborgen; sie erscheint lediglich als zwei Schattenfiguren. Auf diesen Schatten sind Bilder von aufgehängten Zwiebeln, Knoblauch und anderen Gegenständen zu sehen – alltägliche Dinge, die Erinnerungen an Herkunft, Haushalt, Tradition und kulturelle Zugehörigkeit tragen. Die Arbeit thematisiert die Suche nach dem eigenen Platz und das Gefühl, den eigenen Standort in der Welt nicht vollständig finden zu können. Sie verweist auf die innere Unsicherheit einer Frau, die zwischen verschiedenen Orten, Rollen und Identitäten lebt. Migration wird dabei nicht nur als räumliche Bewegung verstanden, sondern als ein Prozess der ständigen Neuverhandlung des eigenen Selbst. Die Schatten stehen für die unsichtbaren Teile einer Identität: für Erinnerungen, Verluste, Anpassungen und die verschiedenen Lebensgeschichten, die ein Mensch mit sich trägt. Die Arbeit fragt danach, wie sich eine Frau in einer neuen Umgebung verortet, wenn die Verbindung zur Vergangenheit weiterhin besteht und gleichzeitig eine neue Gegenwart aufgebaut werden muss. Durch die fragmentierte Darstellung des Körpers und die Überlagerung verschiedener Symbole entsteht ein Bild einer Frau im Übergang – zwischen Herkunft und Gegenwart, zwischen Fremdheit und Zugehörigkeit, zwischen dem Wunsch nach einem Ort und der Erfahrung des Dazwischen-Seins.

Technik:

Collage

Jahr:

2026

Galerie