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Hallo, ich bin Betül Yavuz Tokgöz, Künstlerin mit Sitz in Köln.

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Die Erinnerung des Körpers

Die Erinnerung des Körpers

Beschreibung

Diese zweiteilige Arbeit ist die Spiegelung derselben Idee, die durch zwei unterschiedliche Materialien zum Ausdruck gebracht wird. In der ersten Komposition, die aus fünf weißen Eiern besteht, verwandeln sich die zufällig entstandenen braunen Flecken auf der Oberfläche der gekochten Eier in Spuren, die an Brustwarzen erinnern. Durch diese Flecken und die Anordnung der Eier – zwei oben, eines in der Mitte und zwei unten – entsteht die Silhouette eines weiblichen Körpers, insbesondere eines schwangeren Körpers. In der zweiten Arbeit, die aus fünf Ballons besteht, werden die Knotenpunkte der zusammengebundenen Ballons ebenfalls zu körperlichen Referenzen: Die beiden oberen Knoten stehen für die Brüste, der mittlere Knoten für den Bauchnabel und die beiden unteren Ballons für die Beine. Auch hier entsteht das Bild eines schwangeren Körpers. In beiden Arbeiten wird der Körper nicht direkt dargestellt, sondern durch einzelne Fragmente neu zusammengesetzt. Das Ei trägt als Symbol des Anfangs des Lebens, der Entstehung und der Fruchtbarkeit eine starke Bedeutung, während der Ballon mit seinem Zustand des Aufgeblähtseins, der Ausdehnung und der Veränderung den körperlichen Wandel während einer Schwangerschaft hervorruft. Die beiden durch unterschiedliche Materialien erschaffenen Körper untersuchen die unsichtbaren Spuren, die die Erfahrung der Mutterschaft im Körper und in der Wahrnehmung einer Frau hinterlässt. Die Arbeit stellt die Frage, ob eine Frau sich nach der Mutterschaft vollständig von der Erfahrung des schwangeren Körpers lösen kann. Die Veränderung, die durch das Hervorbringen eines neuen Lebens entsteht, überschreitet die Grenzen des rein Körperlichen und verwandelt sich in einen Zustand der Identität und des Seins. Der schwangere Körper verschwindet nach der Geburt nicht einfach als eine vorübergehende Form; er bleibt als Erinnerung, Gefühl und Teil der eigenen Körperwahrnehmung im Leben der Mutter bestehen. Durch das Bild eines fragmentierten Körpers macht die Arbeit sichtbar, dass der weibliche Körper nicht nur ein biologischer Träger ist, sondern ein Raum der Erinnerung, der Erfahrungen, der Transformationen und der Spuren des Erschaffens von Leben.

Technik:

Mixed Media

Jahr:

2026

Galerie