Yayoi Kusama
Museum Ludwig Köln
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Ich betrete das Museum Ludwig zur großen Kusama-Retrospektive – über 300 Werke, von einer Kinderzeichnung bis zu ihren neuesten Arbeiten.
Auf der Dachterrasse mit Domblick begrüßen mich ihre bunten Bronze-Blumen. Drinnen ziehen sich die berühmten Polka Dots durch Malerei, Skulptur, Mode. Im größten Saal betrete ich einen eigens für Köln geschaffenen Infinity Mirror Room – Spiegel ohne Ende, ich fühle mich winzig und unendlich zugleich.
In einem Schwarzlicht-Raum stehe ich plötzlich inmitten leuchtender Punkte. Daneben: Kusamas allererste große Arbeit von 1963, tausend übersäte Boote.
Zwischen den Werken spüre ich ihre Geschichte – Kindheitsvisionen voller Punkte und Blüten, die Flucht ins New York der Flower-Power-Ära, provokante Happenings, später ein kraftvolles, farbenprächtiges Alterswerk.
Beim Hinausgehen bleibt mir ein Satz von ihr: Trotz Verzweiflung habe sie immer an die Lebenskraft der Kunst geglaubt. Genau das habe ich hier gespürt.
